Taxus

Ähnlich wie Buxus, ist auch Taxus eine der beliebtesten Pflanzen für  Formenschnitte sämtlicher Art. Ob für Kugel, Kegel, Würfel oder Pyramiden, aus der sogenannten Gemeinen Eibe lässt sich vieles Formen.

Taxus gilt als sehr robuste Pflanze, die auch ideal für Hecken geeignet ist. So gibt es Sorten, die für kleine, kompakte, schmale oder breite Hecken verwendet werden, als auch Sorten, die für große, breite bzw. schmale Hecken gute Verwendung finden.

 


Neben der Taxus baccata führen wir natürlich auch noch andere Eiben-Arten. 

Zur Familie der Taxaceae gehört die in Europa heimische Art 'Taxus baccata'. Zu den Eibengewächsen zählen unter anderem, die bei uns auch bekannte 'Taxus cuspidata' (japanische Eibe) und die in China heimische seltende 'Pseudotaxus chienii'. Die bei uns auch gängige Art 'x media' ist eine Kreuzung aus 'Taxus baccata' und 'Taxus cuspidata.'
Der Name Taxus stammt aus der Römerzeit und sagt nichts anderes aus, als das Wort Eibe. Baccata hingegen drückt das Wort 'beerentragende' aus.

Die Pflanze selbst ist ein immergrünes Nadelgehölz, welches im hohen Alter mit einer Höhe von zu 20 m auch ein mittelhoher Baum werden kann. Die Nadeln sind augenscheinlich zweireihig am Trieb angeordnet und haben im Austrieb eine hellgrüne Farbe, die sich nach aushärten des Triebes dunkel färben. Taxus ist eine zweihäusige Pflanze, d.h., es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die weiblichen Pflanzen setzen bei erfolgreicher Befruchtung rote Beeren im Herbst an, die sich über den Winter halten und vor allem Vogelarten fruchtige Nahrung bieten. Der giftige Kern wird von den Vögeln wieder ausgeschieden, so dass die Fortpflanzung gesichert ist.

Verbreitung
Taxus findet man sowohl häufig als Heckenpflanze oder Formenpflanze in europäischen Vorgarten sowie auf Friedhöfen, als auch in der freien Landschaft, da es ein einheimisches Gehölz ist. Im Kaukaus gibt es alte Bestände, die eine Höhe von bis zu 32 m aufweisen.

Standort
Taxus wächst am besten auf frischen, humosen und kalkhaltigen Böden, verträgt die Sonne recht gut, wächst aber auch im Halb- und Vollschatten. Da ihre Wurzeln sehr tiefliegend und dicht verzweigt sind, kommt sie auch mit stark durchwurzelten Böden unter Bäumen zurecht. Dazu ist sie stadtklimafest, frosthart und sehr windverträglich.

Zu trockene und sonnige Standorte können im Winter für die Eibe problematisch sein, weil sie vertrocknen können, da sie kein Wasser aus dem gefrorenen Boden ziehen können. Auf verdichteten und zu nassen Böden fühlt sich die Eibe ebenfalls nicht wohl. Dort nimmt die Eibe eine bräunliche Winterfärbung an. Auch beim Umpflanzen zeigt die Eibe eine Reaktion: sie verfärbt sich braun, dies kann bis zu einen Jahr dauern, ehe sie wieder saftig grün da steht.

Taxus gilt neben dem Buchsbaum zu den absolut edlen Vorgarten- und Parkgehölzen. Gerade durch seine robuste Art, die Widerstandsfähigkeit und seinen recht geringen Standortansprüchen kommt die 'Gemeine Eibe' wieder mehr in den Vordergrund. Durch die große Sortenvielfalt gibt es für jede Verwendungsart die passende Sorte, so dass auch Taxus kaum aus Gärten und Parks weg zu denken ist.

Medizin
Der sogenannte Eibennadelsud wurde ab dem frühen Mittelalter unter anderem gegen Rheumatismus, Hautauschläge und Krätze eingesetzt.

Nahrung
Auch als Nahrungsmittel wurden Eibenfrüchte verwendet. Aus dem nicht giftigen Fruchtfleisch wurde Marmelade eingekocht. Darauf zu achten war, dass man den giftigen Samenkern heraus löste. Bei der Futterbeschaffung für das Vieh wurde Eibenlaub im geringen Maße eingesetzt, um Krankheiten vorzubeugen.

Holzverwendung
Das Holz hat heute keine forstwirtschaftliche Bedeutung mehr und wird im Holzhandel nur noch selten angeboten. Es wird noch für Musikinstrumente, Furnierarbeiten und Holzschnitzereien eingesetzt.

Toxizität
Taxus ist eine giftige Pflanze, sowohl die Nadeln, als auch der Samenkern enthalten das sogenannte Taxingift. Wie bereits bei Nahrung beschrieben, ist der Fruchtmantel ungiftig.

Der Schnitt

Taxus gilt als sehr schnittverträglich, in der Regel schneidet man 1x jährlich nach dem ersten Austrieb Ende Juni; es ist auch möglich, am Ende des zweiten Triebes, also Ende August zu schneiden.
Alte Bestände kann man auch eines radikalen Rückschnitts unterziehen (auf den Stock setzen). Diese Art von Rückschnitt sollte allerdings in der vegetationsarmen Phase im Januar/Februar gemacht werden. Es ist darauf zu achten, dass man nicht bei zu strengen Frösten schneidet. Diese Art des Rückschnittes sollte von einem sachkundigen Gärtner durchgeführt werden, denn er weiß wie man die Pflanze optimal schneidet, so dass Sie sich am gleichmäßigen Austrieb der Pflanze erfreuen können.

Hinweis: Wir stellen Ihnen hier einige in Deutschland aufgetretenen Krankheiten an Taxus vor. Zur Bekämpfung der auftretenden Schädlinge/Krankheiten können wir Ihnen keine Auskunft geben. Bitte wenden Sie sich an Ihr zuständiges Pflanzenschutzamt oder eine andereberatene Stelle.

Weitere Informationen hier: www.lwk-niedersachsen.de

Tierische Erreger

Phytophthora
Die Nadeln der Eibe werden gelb (Nadelnekrose).
Tritt häufig nach langen, anhaltend warmen Wetterperioden auf.
Auch bei leichten Senken, dort wo Staunässe auftritt, kommen nestweise Ausfälle durch Phytophthora vor.

Wollige Napfschildlaus
Die wollige Napfschildlaus überzieht Zweige und Äste mit weißer wachsartiger Wolle mit der Bildung schneeweißer Eivorräte.

Gefurchter Dickmaulrüssler
Schädigung durch den Käfer: buchtenartiger Fraß an den Blatträndern
Schädigung durch die Larven: Fraßschäden an Wurzeln und Wurzelhals